Planung echoray on 09 Jan. 2009 09:47 pm
Der Gleisplan
Was habe ich gebaut? Hier der Gleisplan meiner Anlage, zunächst die obere Ebene:
Hier sehen wir den Bahnhof „Gerstenberg“, Endstation einer zweigleisigen Hauptbahn im deutschen Mittelgebirge. Die Züge kommen von links und können entweder den Güterbahnhof anlaufen oder den Personenbahnhof mit vier Bahnsteiggleisen. Die Gleise 1 und 2 vor dem Empfangsgebäude dienen schwerpunktmäßig dem Nahverkehr. Diesen bestreiten zumeist ein Schienenbus und ein Wendezug mit der Baureihe 141. Gleis 3 und 4 dienen überwiegend dem Eil- und Schnellzugverkehr. D-Züge werden mit der Baureihe 110 bespannt, die sonstigen Personenzüge mit der Baureihe 211, 215 oder 218.
Über die Weichenverbindung können Lokomotiven umgesetzt werden. Alternativ kann vom Bahnbetriebswerk eine frische Lokomotive herüberkommen und die Ankunft der Züge in einem kurzen Abstellgleis erwarten. Das fünfte Gleis ist die Zufahrt zur dreigleisigen Abstellgruppe. Zusätzlich kann hier die Verladung von Bahnpost erfolgen.
Der Güterbahnhof von Gerstenberg steht ganz im Zeichen des anliegenden Erzbergwerks. Täglich werden mehrere schwere Erzzüge zusammengestellt und die notwendigen Leerwagen zugeführt. Zusätzlich existiert eine Stückgutabfertigung, und Gerstenberg ist Ausgangspunkt einiger Nahgüterzüge in die Umgebung. Im Güterverkehr wird Gerstenberg von Loks der Baureihen 041 und 140 angelaufen. Den Rangierbetrieb bestreiten eine Lok der Baureihe 290 und eine 261. Die Strecke nach Gerstenberg ist erst vor kurzer Zeit elektrifiziert worden. E-Loks können im Bw Gerstenberg daher nur abgestellt, aber nicht gewartet werden.
Unter dem Bahnhof Gerstenberg liegt der Schattenbahnhof. Er würde Platz für bis zu 6 Züge bieten. Um Züge zu Testzwecken auch endlos kreisen zu lassen, ist ein Oval vorhanden.
Zeit für ein wenig Manöverkritik. Man sieht vielleicht, ich bin „Betriebseisenbahner“. Der Bahnhof ist voller Gleise, für die „Landschaft“ bleibt kaum Platz. Dem Willen, einen 2-Meter-Schnellzug unterzubringen, Güterbahnhof und wenigstens ein kleines Bw (aber mit Drehscheibe) zu haben, musste sich die Ausgewogenheit von Bahn und Landschaft unterordnen. Geburtsfehler der Anlage ist ihre erhebliche Breite von 1,40 m. Das wäre kein Problem, wenn die Anlage freistehend wäre, aber sie steht direkt an der Wand. Am Anlagenrand stehend habe ich eine Handreichweite von höchstens 1,10 m. Wenn im hinteren Teil des Güterbahnhofs etwas passiert, muss ich auf einen Stuhl steigen. Das beeinträchtigt auch den Rangierbetrieb. Die Steigung vom Schattenbahnhof aufwärts musste aus Platzgründen sehr steil ausfallen, und sie liegt zu allem Überfluss auch noch im Radius, was die Zugkraft der Loks noch weiter herabsetzt. Drei Schnellzugwagen schafft eine der kleinen Loks ohne Hilfe die Steigung hinaufzuwuchten, längeren Zügen muss man mit der Hand nachhelfen.