Bevor die obere Ebene mit Bahnhof und Bw gebaut werden kann, muss im Schattenbahnhof alles passen. Und während ich oben in einer Übergangszeit durchaus die Weichen per Hand schalten kann, muss in der Unterwelt von Anfang an alles elektrisch passieren, wenn man nicht für jeden Zug unter die Anlage steigen möchte. Fürs erste werde ich konventionell schalten. Fernziel ist aber die Digitalisierung der Weichen und Steuerung über Rocomotion.

Das A-Gleis von Piko gefällt mir an sich sehr gut. Für die Weichenantriebe und Stellpulte kriegt die Firma aber Abzüge in der B-Note. Weichenlaternen, ein nettes Detail am Rande, gibt es soweit ich weiß nicht für das A-Gleis.

Der Weichenantrieb 55271 ist ein üblicher Doppelspulen-Antrieb. Ein kleiner Pinöckel dient als Handschalter. Wird die Weiche aufgeschnitten, dann federt sie in die zuletzt eingelaufene Stellung zurück. Als Schaltlitzen verwendet Piko allerdings Adern von wirklich minimalstem Querschnitt. Das macht keinen sehr soliden Eindruck. Ist sowas eigentlich heutzutage üblich? Meine alten M-Gleis-Weichen hatten schöne dicke Strippen. Die hielten was aus, und man sah ihnen an, dass sie auch höhere Ströme vertrugen. Bei Piko habe ich dagegen Angst vor einem Kabelbrand.

Das Piko-Stellpult 55260 hat leider nur Tastschalter. Eine primitive Form der Rückmeldung über die Schalterstellung wie bei den Märklin-Pulten ist damit nicht möglich. Auch an den Steckern hat man hier gespart: Es handelt sich um kleine Plaste-Dinger, durch die das Kabel durchgeschoben wird. Für alles weitere hofft man dann auf die Reibung.

Piko bietet ein Set 55390 an, bestehend aus einem der Schaltpulte und vier Weichenantrieben. Ich werde meine wohl bei SC99-Shop beziehen. Mit etwas über 45 Euro ist der Mann so günstig, dass man quasi das Schaltpult gratis bekommt, als wenn man vier einzelne Antriebe kaufen würde.